02.03.2015

Schüleraustausch mit Ojai

- Berichte zum Besuch im Februar 2015 -

Auch in diesem Jahr sorgte der Austausch mit der Nordhoff High School in Ojai für viele unvergessliche Momente, die nicht alle geschildert werden können. Um die daheim gebliebenen „Woesteaner“ ein wenig teilhaben zu lassen, sollen an dieser Stelle wieder die Schüler zu Wort kommen, die in diesem Jahr am Austausch teilgenommen haben. Es folgt ein kleiner Einblick in eine erlebnisreiche Zeit, in der die Teilnehmer unvergessliche Erfahrungen machen durften ...



USA Tagebucheintrag Nummer 1 – Welcome to San Fran!

Wir haben es geschafft! Am 4. Februar sind wir gegen 18:00 Uhr Ortszeit in San Francisco gelandet. Die Einreise verlief geschmeidig und so wurde mit Hilfe eines Shuttle-Services das Hotel aufgesucht. Aufgrund der minimalen Mahlzeiten im Flugzeug begaben wir uns noch am Abend auf die Suche nach einer Pizzeria.

Nach einem typisch amerikanischen Frühstück startete unsere Erkundungstour in San Francisco. Den Anfang machten wir mit einem Ritt der historischen sowie typischen Cable Cars quer durch das Stadtgebiet. Die Fahrt endete am "Fisherman's Wharf", dem Hafen nahe der Innenstadt.

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Um die Stadt an sich näher kennen zu lernen, eignen sich am besten die so genannten "Hop on - Hop off" Touren, Bustouren mit Doppeldeckern, die von einem Guide über Funk begleitet werden. Das Ende unserer Tour befand sich an der Golden Gate Bridge, San Franciscos Wahrzeichen schlechthin, wo viele Fotos gemacht wurden, welche im Laufe der nächsten Woche folgen werden.

Den Nachmittag verbrachten wir in Kleingruppen, welche die Stadt unsicher machen konnten. Nun erkannte man die Dimensionen amerikanischer Kaufhäuser, u.a. am Paradebeispiel "Macys". Verschiedene Marken wie zum Beispiel Nike haben hier ihre eigenen Läden, welche mehrere Stockwerke umfassen.

Gegen Abend traf man sich wieder zu der o.g. Bustour, die bei Nacht noch mehr Charme hatte und atemberaubende Ausblicke auf die Skyline der Stadt lieferte.

Als wir zurück im Hotel waren, fielen den meisten von uns die Augen sofort zu. Jedoch nicht den drei Autoren, welche noch im Fitnessstudio Inspiration fanden und den Tag mit Chickenwings und Pizza unter der Leitung der beiden norddeutschen Aufsichtspersonen ausklingen ließen.



USA Tagebucheintrag 2 – Ojai, here we come!

Für viele der Schüler startete der Tag zu früh. Wir mussten um 6:30 Uhr amerikanischer Zeit auschecken und bis 7:40 Uhr fertig mit dem Frühstück sein. Zu diesem Zeitpunkt kam ein Shuttle-Service, der uns zum Bahnhof nach Oakland brachte, wo unser Zug nach Oxnard startete.

Die Fahrt war für alle eindrucksvoll, bedingt durch die phänomenale Aussicht, allerdings zu lang, denn sie dauerte knapp zehn Stunden. Der letzte Abschnitt der Zugstrecke verlief nah am Pazifik, so konnten wir zahlreiche Fotos des Sonnenuntergangs schießen.

Bei der Ankunft am Bahnhof wurden wir von den Gastfamilien in Empfang genommen, worauf ein gemeinsames "Welcome Dinner" bei nettem Ambiente und lockerer Stimmung folgte. Morgen fahren wir nach Santa Monica und sammeln weitere Eindrücke während unseres Austauschs. Weitere Berichte aus dem sonnigen Kalifornien werden folgen ...



USA Tagebucheintrag 3 – Family day in Los Angeles

Schon am ersten richtigen Tag in den Gastfamilien ging es für uns in die Stadt der Stars – Los Angeles.  Alle haben sich schon seit Wochen auf diesen Ausflug gefreut und nun war der Tag endlich gekommen. Nach einer 2 ½ stündigen Fahrt kamen wir in Hollywood an.  Natürlich sah man sofort das riesige Hollywoodschild in den Bergen und auch die ganze Umgebung ließ darauf schließen, dass wir in Hollywood angekommen waren – die großen Villen, die Palmen am Straßenrand und auch der viele Verkehr. Einige von uns wanderten mit ihren Austauschschülern sogar hoch zum Hollywoodschild, um einen unglaublichen Blick über ganz LA zu haben. Außerdem kam man dem Schild nah genug, um schöne Erinnerungsbilder zu schießen.

Als nächstes kamen wir dann zum Walk of Fame, von dem man sich vorher wirklich viel versprochen hatte, wurde jedoch leider etwas enttäuscht, da es nicht so war, wie oft im Fernsehen dargestellt wurde. Trotzdem war es sehr spannend zu sehen, wie unzählige Straßenkünstler durch abwechslungsreiche Shows versuchen, Geld zu verdienen. Obwohl man die meisten „Stars“, deren Namen auf einen der zahlreichen Sterne geschrieben war, nicht kannte, kam man doch hin und wieder zu einem sehr bekannten, um den sich dann auch viele Touristen ansammelten, um ein Foto davon zu machen.

Jetzt ging es weiter zum Santa Monica Peer, der uns zum Glück nicht enttäuscht hat, da er genau so schön war, wie man ihn sich vorgestellt hat. Nur hat das Wetter nicht ganz mitgespielt und es zum ersten und auch zum letzten Mal während diesem Austausch regnete. Nun ging es von dort aus direkt zum Venice Beach, an dem wir wegen des Wetters leider nur entlanglaufen konnten. Auch hier tummelten sich die verrückten Straßenkünstler an der Promenade und obwohl nur wenig von ihnen wirklich Talent hatten, machte es dennoch Spaß diese zu beobachten.
Und so ging ein weiterer, aufregender Tag in California zu Ende.



USA Tagebucheintrag 4 – Hello, Nordhoff!

Für alle (natürlich ausgeschlafenen und munteren) Schüler startete nun auch der erste Schultag in Ojai's Highschool mit einer vom Schulleiter begleiteten Aktion im sog. "Library", der Bücherei.

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Nun schritt der normale Schultag weiter voran. Die Schüler gingen mit ihren amerikanischen "Hosts" in die jeweiligen Kurse, wie zum Beispiel "governmental policy", welches sehr dem Deutschen Politikunterricht ähnelt.

Im Anschluss daran hatten die amerikanischen Schüler und deren Direktor ein Footballtraining organisiert, welches von den Schülern des Friedrich-Leopold-Woeste Gymnasium mit Spaß angenommen wurde.

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Sie lernten die verschiedenen Positionen und deren Funktionen kennen und konnten das Gelernte auch in einem kleinen Testspiel ausprobieren. Der aus diversen Gründen abgesagte Stadtbummel durch Ojai wurde von vielen Schülern mit einem Besuch des Solamar-Strandes ersetzt, an welchem die Schüler schwimmen oder bodysurfen konnten. Den Abend konnten die Schüler mit ihren Gastfamilien wieder selbst gestalten und somit den Tag entspannt ausklingen lassen.



USA Tagebucheintrag 5 – Los Angeles Lakers, here we come!

Für die deutschen Schüler begann Dienstag als normaler Schultag. Wir folgten unseren Austauschschülern in den Unterricht, welcher lockerer und personenbezogener gestaltet wird als in Deutschland.

In der dritten Unterrichtsstunde nahmen wir an einem Quiz mit der Economy Class teil. Die Themen bezogen sich auf die Unterschiede bei Gen-modifizierten Lebensmitteln und Energieproduktion in den USA und Deutschland.

Wir freuten uns alle auf eine Stunde American Football mit dem Nordhoff Rangers Footballteam zu Schulende.

Nach Schulschluss um 14:45 Uhr fuhren die Familien getrennt nach Los Angeles, um sich dort ein LA Lakers Spiel gegen die Denver Nuggets im Staples Center anzusehen.

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Da viele zum ersten Mal hautnah ein Basketballspiel miterlebten, herrschte eine aufgeregte Spannung. Und so trafen sich alle auf den Sitzrängen wieder, als das Spiel begann.

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Nach einer vorerst deutlichen Führung der Lakers wurden diese zu Ende doch noch von den Nuggets eingeholt. In zwischenzeitlichen Pausen entdeckten die Schüler unter anderem Denzel Washington im Publikum.  Es kam zu einem spannenden Ende, welches die Lakers knapp verloren.

Zurück in Ojai endete der spannende Tag für die Austauschschüler schließlich, welche sich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei den Gastfamilien für das tolle Geschenk bedanken wollen.



USA Tagebucheintrag 6 – A day at Nordhoff High School

Nachdem man früh um ca. 7:00 Uhr das süße oder auch herzhafte Frühstück zu sich genommen hat, ging es zu der Nordhoff High School. Dort haben wir dann die ersten beiden Stunden in der Bibliothek verbracht, wo ein Quiz über die Geschichte Deutschlands und Amerikas stattfand.

Anschließend sind wir unseren Austauschschülern in die Klassen der jeweiligen Unterrichtsstunde gefolgt. Nach der vierten Stunde gab es eine 40-Minütige Pause, wo viele Schüler in den nahe gelegenen Supermarkt gegangen sind, um sich Mittagessen zu kaufen.

In den nächsten beiden Stunden haben wir uns in die Sonne gesetzt und gewartet, bis unsere Austauschschüler Schulschluss hatten, da keiner genau wusste, was für diese Zeit geplant war.

Danach konnte jeder machen, was er wollte. Ein paar Schüler sind nach Hause gefahren, um etwas mit der Familie zu unternehmen. Andere sind auf dem Schulgelände geblieben, um sich das Wasserballspiel und/oder das anschließende Fußballspiel anzuschauen.

Am Abend war dann das High-School Basketballspiel, welches deutlich mehr Zuschauer an sich gezogen hat. Der Sport an sich hat in den Amerikanischen Schulen nämlich einen viel höheren Stellenwert als bei uns.

Als das Spiel dann zu Ende war, ist jeder nach Hause gefahren und verbrachte dort noch den Rest des Abends. Ein weiterer Tag war vorbei.



USA Tagebucheintrag 7 – Santa Cruz, a wonderful place to be...

An diesem Tag sind wir um 10 Uhr am Ventura Hafen angekommen und dann ging es auch schon los mit dem Schiff zu der Insel Santa Cruz, eine der Channel Islands.

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Während der windigen Bootstour beobachteten wir gespannt die Weite des pazifischen Ozeans! Diese Aussicht war ein Traum und aus dem Nichts tauchten Delfine und Wale auf. Als wir auf der Insel ankamen, bereiteten wir uns zunächst auf die Wanderung vor, wobei sich Herr Pohlmann leider etwas mit der Sonnencreme verkalkuliert hatte. Daraufhin erzählte uns eine nette junge Dame etwas über die Insel und führte uns zu einem schönen Aussichtspunkt, von welchem man eine sehr gute Aussicht auf den Ozean hatte und tolle Fotos machen konnte.
Danach hatten alle die Möglichkeit, die Insel alleine zu erkunden und es hat allen sehr gut gefallen, die pure Natur zu beobachten und zu genießen.

Danach ging es wieder zurück zum Hafen.Dort wurden wir von unseren Gasteltern abgeholt.



USA Tagebucheintrag 8 – Have a good one, beautiful Ojai!

Sonntag war dann auch schon der Tag unserer Abreise. Zwölf wundervolle Tage gingen so schnell vorbei. Für die einen ging es morgens nochmal zum Strand, die Sonne genießen, andere hatten nochmal ein typisch amerikanisches Frühstück. Hauptsache die letzen Stunden noch mit der Familie genießen, bis es dann um 13.30 Uhr Abschied nehmen hieß an der Nordhoff Highschool.

Viele Tränen flossen, vor allem bei den Mädchen. Keiner wollte nach Hause. Wir haben in Ojai viele neue Freundschaften geknüpft, die es jetzt heißt zu pflegen. Mit dem weniger stabilen Bus kamen wir nach 2 Stunden Fahrt in LA an. Am Flughafen war direkt Panik, weil viele dachten ihr Koffer sei viel zu schwer aufgrund der Shoppingtrips. Aber dem war nicht so. Nach der diesmal nicht so strengen Kontrolle machten wir uns auf dem Weg zum Airbus A380.

Wir waren alle begeistert von der Ausstattung und der Größe. Alle saßen zunächst auf den ihnen zugewiesenen Plätzen. Doch als beim Start dann auffiel, dass das Flugzeug nahezu "leer" war, begann das große Umsetzen. Die meisten hatten dann sogar eine eigene Sitzreihe und konnten die ganzen 10 Stunden bequem durchschlafen oder „durchzocken". Denn der A380 bot eine große Auswahl an Spielen, sowie Filme und Musik auf dem eigenen Bordcomputer an.

In London mussten wir direkt in den anderen Flieger, ohne langen Stopp. Nach einer Stunde kamen wir in Deutschland an. Und am Kofferband dann der „Riesen-Schock“. Koffer verschwunden! Von 18 Schülern hatten lediglich 5 ihren Koffer. Die restlichen Koffer sind vermutlich in London hängen geblieben. Die Panik legte sich aber, als die Flughafenangestellten uns mitteilten, dass die Koffer am Dienstag Abend nach Hause gesendet werden.

Hinter den Türen erwarteten uns dann mit großer Freude unsere Familien und Freunde.

Bilder und Texte: Austauschschüler / Gawain Owerdieck


Letzte Änderung: 02.03.2015